John Herbert von Eiff

John Herbert von Eiff
*31.Mai 1941 – +12.Feb.2007johneiffFoto : Jahn Lindner

Nachruf:

Bei der genealogischen Forschung über unsere Familie, bin ich auf die in Grünberg/Hessen lebenden Georg Nebhut(*1843) und Dorothea von Eiff (*1842) gestoßen.
Dieser Eintrag veranlasste mich 1996 an Prof. Christof von Eiff zu schreiben, mit der Bitte um Mithilfe, durch ihn erhoffte ich, diesen neuen Familienzweig aufzeigen zu können.

Prof. Christof von Eiff, reichte mein Anliegen an seinen Vater weiter, der mir dann in einem Telefonat mitteilte, dass er von einem Ahnverwandten, dem aus Housten/Texas stammenden John von Eiff kontaktiert worden war, der zur Zeit in Alzenau lebe und gerade an der Familien – Geschichtlichen Zuordnung derer von Eiff arbeiten würde.
So lernte ich am 23.Jan.1997, John H.von Eiff kennen und möchte auch mit seinen einleitenden Zeilen, aus seinem 1.Brief an mich und der daraus entstandenen Freundschaft und familiären Zusammenarbeit beginnen.
War es Schicksal , Fügung oder für uns beide ein riesiger Glückfall ? So eine Gelegenheit kann sich kein Familienforscher entgehen lassen. Hier ergab sich die Möglichkeit, dem Stammbaum einen neuen Ast wachsen zu lassen !
John schrieb:
Grüß Gott !
Es ist mir eine Ehre mit einem Starnberger zu schreiben ! Ich war 1971 bis 1976
in München und war öfters mit dem Fahrrad am Starnberger See.
München zieht mich immer noch an. Ein Freund von mir ist immer noch da und wohnt in Stockdorf. Er ist Chormitglied der Bayerischen Staatsoper in München.

Fortan haben wir zusammen erfolgreich und auch jeder für sich, über unsere Familien zusammengetragen und archiviert was zu finden war. Immer wieder stand auch ein
persönliches Wiedersehen ins Haus, bei der Gelegenheit er auch seinen alten Freund
E. Brunskill einen Besuch abstattete. Dann kam für mich die traurige Nachricht, dass John wieder in seine Heimat zurückkehren will. Er kaufte sich ein Haus in Garwood/Texas, jedoch Wochen später die schreckliche Nachricht von seiner schweren Krankheit.
Er trug es mit großer Fassung und nach einigermaßen Wiederherstellung der Gesundheit, ist John im November 2006 in die Staaten zurückgekehrt.
Am 13.Dez.2006 erhalte ich aus den Staaten folgende Nachricht von John:

Lieber Jürgen,
wieviel ich kann hiermit erklären ist fraglich. Nur weiß ich, dass ich zurück muß, werde dann gleich mit dir telephonieren. John

Was war passiert ? Schlimmste Befürchtungen stiegen in mir hoch ! Dann die schreckliche Gewissheit, der Gesundheitszustand von John hatte sich wieder verschlechtert, ein Krankenhausaufenthalt war unumgänglich geworden.
Unsere Telefonate wurden von Tag zu Tag beschwerlicher für ihn ! Trotzdem hatte er immer noch die Hoffnung, dass er das Krankenhaus in Ansbach wieder verlassen könnte und in die für ihn gefundene Wohnung einziehen würde. Seinem Willen jedoch, fehlte dazu die körperliche Kraft, sie hatte ihn schon verlassen.

Sein letzter Besuch, eine alte Freundschaft der ersten Stunde, die Familie E.Brunskill !

Sein Wegbegleiter der letzten Stunde, war J. Lindner, sein zum Freund gewordener, ehemaliger Arbeitgeber. Hier hatte John einen Vertrauten und Familie gefunden.

Ich danke John, auch im Namen unserer Familie, für die vielen schönen Stunden die wir zusammen verbringen durften. Dank auch für die erfolgreichen Jahre der Zusammenarbeit, der Genealogischen Forschung, über unsere Familien.

Wir haben in ihm einen guten Freund verloren, aber in unseren Herzen lebt er weiter.

eiff_wappen


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